El Hierro

El Hierro ist die südwestlichste der kanarischen Inseln und somit am weitesten im Atlantik gelegen. Mit einer Fläche von gerademal 268,71 km² nimmt die Insel insgesamt nur 3,59 Prozent der Kanaren ein. Auf El Hierro leben weniger als 11.000 Einwohner. Hinzukommen im Jahr nur wenige tausend Touristen. Die gesamte Insel ist seit 2000 laut der UNESCO ein Biosphärenreservat und seit 2014 zusätzlich auch ein Geopark. El Hierro ist insgesamt wenig touristisch geprägt.

El Hierro

El Hierro - Küste bei La Caleta

El Hierro

Ein kleines unscheinbares Paradies
El Hierro wird auch immer wieder als das Paradies im Atlantik bezeichnet. Die Insel ist, anders als die restlichen Inseln der Kanaren, zwar auch durch vulkanische Aktivitäten entstanden aber landschaftlich nicht so sehr dadurch geprägt. Teile der Insel sind zudem durch Bergeinstürze im Meer entstanden. Als besonders imposant gilt das Tal von El Golfo. Es hat sich in Form eines Amphitheaters am Berg herausgebildet und reicht bis zum Meer. Zugleich gilt das grüne Tal auch als der fruchtbarste Teil von El Hierro. Auch heute noch ist die Landwirtschaft hier weit verbreitet. Es wachsen vor allem Obstbäume und -plantagen sowie Wein. Der Tourismus ist allerdings mittlerweile auch in diese Region eingekehrt. Die Mischung aus 1000 m hohen Felswänden und die Nähe zum Meer wirken in jedem Fall spektakulär. Im Zuge einer Wanderung lohnt es sich, den unvergesslichen Panoramablick auf El Golfo zu genießen.

El Hierro

El Hierro ist zudem auch die Heimat für die El-Hierro-Rieseneidechse. Sie gilt als die größte auf den kanarischen Inseln lebende Eidechsenart und kann eine Länge von bis 75 Zentimetern erreichen. Auf den anderen Inseln leben nur kleinere Exemplare der Kanareneidechse. Landschaftlich gesehen zeigt El Hierro einige Besonderheiten. Die Grundfläche besteht aus sehr vielen Höhenmetern. Die Klippen erstrecken sich zum Teil bis zu 1500 m in die Höhe, sodass insgesamt 90 Prozent der Küste durch steile Felswände gegliedert sind. El Golfo stellt das einzige Tal dar, welches auch einen flachen Zugang zum Meer bietet. Die Landschaft von El Hierro ist deswegen jedoch keinesfalls karg, sondern eher sehr facettenreich. Die typischen Lavafelder gibt es zwar auch, jedoch in geringeren Mengen und sie prägen nicht das Bild der Insel. Zudem untergliedert sich die Insel in Nebel- und Kiefernwälder sowie in Obstanbaugebiete und grüne Weideflächen.

El Hierro

El Hierro - an der zerklüfteten Küste bei Tacorón liegt eine Höhle und ein Naturpool

Die Höhlen von El Hierro
An der Südküste der Insel ist die größte Höhle, die Cueva de Don Justo, gelegen. Sie weist verzweigte Lavatunnel auf. Die Höhle ist nicht durch die Aktivitäten des Meeres entstanden, sondern durch die Lavaströme, welche für die Entstehung der Insel verantwortlich sind. Die Höhle, welche mit einem labyrinthischen Tunnelsystem ausgestattet ist, kann im Zuge einer Tour besichtigt werden. Die Gänge weisen jedoch nur eine geringe Deckenhöhe auf. Auf El Hierro gibt es auch weitere Höhlen. Die Cueva del Diablo ist eine davon. Sie liegt in der Nähe von Tacorón und kann nur zu Fuß erreicht werden. Die Wanderung sollten Sie jedoch nicht bei schlechtem Wetter, starkem Wind oder unruhiger See vornehmen. Die Hinweisschilder weisen auch nochmal darauf hin. Eine ebenso schöne Höhle ist die Cueva del Acantilado. Sie liegt in Westen der Insel. Die Höhle kann auf eigene Faust besichtigt werden. Eine Taschenlampe ist hier sehr hilfreich. Besonders imposant ist der Balkon, welcher sich in einigen Metern Höhe über dem Meer befindet. Er ist nach etwa 300 Metern Fußweg zu erreichen. Hier gilt jedoch auch Vorsicht, da der Steinboden mitunter auch rutschig sein kann. Dafür bietet sich eine schöne Aussicht auf den Atlantik.

El Hierro

El Hierro - die Hauptstadt Valverde mit der Kirche Santa María de la Concepción

El Hierro

Auf El Hierro unterwegs
Die Kanareninsel El Hierro hat ihren ganz eigenen Charme, den es während einer Rundreise über die Insel zu entdecken gilt. Bei einer Fahrt über die Insel lassen sich zudem die verschiedenen Aussichtspunkte besuchen, welche einen schönen Panoramablick ermöglichen. Der Mirador de la Peña bietet einen traumhaften Blick über das Tal von El Golfo. Der Aussichtspunkt ist im Norden der Insel bei Guarazoca gelegen. Das Haus wurde von César Manrique erbaut. Der spanische Künstler wirkte vor allem an der Gestaltung der Insel Lanzarote mit. Auf den restlichen Inseln hat er auch vereinzelt seine Spuren hinterlassen. Der Architekt hat auf große Fensterfronten gesetzt, welche einen Ausblick auf das Tal und das Meer ermöglichen. So kann im Restaurant gespeist und dabei der Ausblick genossen werden. Zugleich können frische Speisen bestellt werden, die zum Teil aus Produkten direkt von der Insel bestehen. Die Hauptstadt Valverde wirkt im Vergleich zu denen der anderen Inseln weniger groß, was darin begründet liegt, dass Valverde einen dörflichen Charakter hat. Zudem verfügt sie nicht über einen Zugang zum Meer. In den wenigen Straßen fallen vor allem das Rathaus und die Kirche Santa María de la Concepción auf. Der Hafen Puerto de La Estaca befindet sich in sieben Kilometern Entfernung an der Ostküste von El Hierro. Der Hafen wird für den Fähr- und Handelsverkehr zwischen El Hierro und den Nachbarinseln genutzt.

El Hierro

Die wenigen Strände von El Hierro entdecken
Anders als auf den anderen kanarischen Inseln sind auf El Hierro aufgrund der Beschaffenheit der Küste nur wenige Strände vorhanden. Im Osten bietet sich mit der Bahia de Timijiraque ein schöner Strand für Familien. Der schwarze Sandstrand gilt als Geheimtipp. Der Zugang zum Wasser ist recht flach und auch der Wellengang ist nur mäßig, sodass sich der Strand idealerweise für das Baden mit Kindern eignet. Ein weiterer schöner Strand befindet sich in der Bucht Las Playas. Große Felsen ragen ins Wasser und wirken imposant. Bei Tauchern ist der Strand besonders beliebt, da das Meer sehr ruhig und das Wasser klar ist. Der Zugang zum Wasser ist an dem Kiesstrand weniger sanft. Ein weiteres Paradies für Taucher ist der Playa de Tacorón. Der schwarze Sand bietet einen angenehmen und guten Zugang ins Wasser. Der Wellengang ist hier allerdings etwas stärker. Zu den Seiten hin ragen die Klippen ins Meer, welche eine rote Färbung haben. Die Unterwasserwelt wird hier als besonders schön beschrieben, da vor allem bunte Fischschwärme zu sehen sind. Ein außergewöhnlicher Strand ist auch der Playa del Verodal, welcher aus rotgefärbtem Sand besteht. Zusammen mit dem blauen Wasser ergibt sich hier ein ganz besonderes Farbenspiel. Alternativ zu den wenigen Stränden lohnt es sich auch, eine erfrischende Abkühlung im Naturschwimmbecken Charco Azul zu nehmen. Eingerahmt von massiven Felsen ist ein Schwimmbecken mit türkisgrünem Wasser entstanden. Das Wasser in dem Felsen ist zudem immer etwas wärmer.

Die kleine Kanareninsel El Hierro ist für einen Aufenthalt in einem Ferienhaus auf den Kanaren gut geeignet. Die Insel bietet viel Ruhe und eine facettenreiche Natur. Mit oder ohne Pool – in einem Ferienhaus auf El Hierro lässt es sich gut entspannen.

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